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studio ASINCHROME in PARALLEL 2017

Marleen Leitner und Michael Schitnig

 

Questions on Banja Luka in Parallel Sarajvo - Graz

 

Questions on Banja Luka – Triptychon Identität / Utopie

 

„In Parallel 2017 / Initiative Sarajevo - Graz“

Galerie Centrum & in der Galerie der ALU Sarajevo

von studio ASYNCHROME

 

Wenn wir uns kurz vorstellen dürfen:

Wir (Marleen Leitner & Michael Schitnig) haben studio ASYNCHROME 2013 als transdisziplinäres Experiment gegründet. Damals studierten wir noch Architektur am Institut für zeitgenössische Kunst sowie Malerei an der Meisterklasse für Kunst und Gestaltung und Photografie an der Photoakademie jeweils in Graz. Unsere Ausdrucksformen reichen von Comic, Zeichnung, Fotografie, Malerei, Installation bis hin zu Animation. Dieses spartenübergreifende Arbeiten und Denken ermöglicht uns ein multiples Blickfeld hinsichtlich der angestrebten Bearbeitungsfelder. So prallen in verschiedensten Medien ausformuliert, plurale Realitäten und Wirklichkeiten aneinander, stoßen sich ab und überlagern sich.

Unsere Formierung war also eine notwendige Konsequenz, um für die Spurensuche nach den Schnittstellen zwischen Kunst und Architektur erneute Freiräume aufzuspannen. Auf welchen diskursiven/räumlichen Ebenen können wir uns begegnen?

Wir vertreten den Ansatz der narrativen Kunst – also jenen erzählerischen Aspekt zu destillieren, der jedem unserer Projekte innewohnt. Dabei geht es nicht um Symbolismus, sondern darum, komplexe Darstellungsformen zu kreieren. Die Theorie als Grundlage ist immanenter Charakter dieser Arbeitsweise, wie auch die Übermittlung und Präzisierung von Ideen über den Diskurs im gesellschaftlichen, urbanen Kontext. Zu diesem Ansatz wurden bereits Arbeiten von uns u.a. im Steiermark Haus Brüssel, ArtApartman Banja Luka, Nationalmuseum Oslo, Design Week Peking, Museumsquartier Wien, - Zentrum für zeitgenössische Kunst, OK Oberösterreichisches Kulturquartier, HDA Graz, steirischer herbst, Forum Stadtpark, Mild Graz ausgestellt.

2015 wurden wir mit dem Kunstförderpreis der Stadt Graz ausgezeichnet, sowie 2016 mit dem Arbeitstipendium für Bildende Kunst der Stadt Graz und dem START-Stipendium für Architektur und Design des Bundeskanzleramts Österreich, worüber wir uns wirklich sehr freuen! 2017 wurden wir für die 2. Runde des Strabag ArtAward nominiert.

Uns interessiert das Komplexe. Komplexe Welten, komplexe Systeme, in deren Aufschlüsselung unser Potential entfacht wird. Wir begreifen unsere künstlerische Tätigkeit als hermeneutische Erkenntnismethode, um innerhalb der pluralen Wirklichkeiten unserer Gesellschaft wieder Akteur an Stelle von Anwender zu sein. Fragen zu stellen, bevor wir Antworten liefern können. Ihr Aufruf des Open Calls „In Parallel 2017 / Initiative Sarajevo-Graz“ richtet sich genau an diese Kernthematik.

2016 konnten wir im Rahmen des Projektes

>> KULTURNO PRIJATELJSTVO / KULTURELLE FREUNDSCHAFT - Bosna i Hercegovina / Österreich

das vom >Rotor< mit Unterstützung des Bundeskanzleramts Österreich initiiert wurde, bereits erste Erfahrungen mit Bosnien-Herzegowina machen. Im Rahmen dessen sind im Sommer 2016 Kurator_innen aus drei bosnisch-herzegowinischen Städten nach Österreich gekommen. Auf Basis ihrer Rechercheaufenthalte entwickelten sie gemeinsam mit den ausgewählten Künstlern danach Projekte, Austellungen und Präsentationen in jenen Städten, in denen sie arbeiten: Banja Luka, Sarajevo und Trebinje.

Folgende Künstler_innen wurden eingeladen um neue Kunstwerke zu entwickeln, diese in Ausstellungen vor Ort zu präsentierten und durch Publikationen festzuhalten:

studio ASYNCHROME (Graz, gegründet 2013)

Resanita (Graz, gegründet 2003)

Sabine Bitter / Helmut Weber (Wien/Vancouver, gegründet 1993).

Wir wurden im Rahmen einer Residency nach Banja Luka eingeladen und waren von Beginn an fasziniert und gleichzeitig überfordert - von den für uns undurchschaubaren Netzwerken dieses Landes, das nicht ganz eins sein kann. Wir versuchten unserem Verständnis mittels Interviews auf den Straßen und in Cafes auf die Sprünge zu helfen, wie Bosnien-Herzegowina politisch aber auch gesellschaftlich mit Entitäten und unterschiedlichen Nationalitäten aus der Sicht der Bewohner von Banja Luka „funktioniere“. Dieses äußerst komplizierte Gebilde hat sich uns, trotz eingehender historischer Recherche sowie Interviewgesprächen noch immer nicht ganz erschlossen, was die Faszination umso größer macht.

 

In unserem Projekt „Questions on Banja Luka“ stellten wir die Frage nach Identität und Utopie eines gemeinsamen Bosniens zur Ausgangsposition. Wie weit ist die Zukunft dieses Landes geprägt von Nationalismen, die auch in ganz Europa grasierend an Stärke gewinnen. Wie verhält es sich mit den Feiertagen der Entitäten, Föderation BiH und Republika Srpska – sind diese Identität oder Utopie? Welche verstecken Layer gilt es, durch die Zeichnung an die Oberfläche zu holen? Wie erzählen sich die Geschichten, welche tagtäglich Teil der Kultur sind? Wir stellen an dieser Stelle fest, dass dieses Thema vehement diskutiert wird und auch in absehbarer Zeit keine Einigung in Sicht ist. Allerdings konnten wir auch den Keim der jungen nachfolgenden Generation erkennen, die sich übersättigt dieser nationalistischen Spaltung zeigt. Auf der Akademie der bildenden Künste Banja Luka konnten wir in der Klasse von Mladen Miljanović eine Lecture halten, die uns zeigte, dass die junge Generation von Künstlern bestrebt ist, wenn auch in ferner Zukunft, diese Gräben zuzuschütten.

Wie verhält es sich jedoch, wenn unsere in Banja Luka entstandenen Arbeiten in Sarajevo, bzw Graz gezeigt werden? Wie verhält sich der Inhalt zur Oberfläche? Wie korrelieren in diesem Fall Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander?

Wir würden uns sehr freuen, auch in der Verbindung Sarajevo/Graz diesen Diskurs weiterführen zu können. Gemeinsam wollen wir mittels den Werkzeugen der Kunst, Verbindendes erschaffen, Fragen an die Gegenwart stellen, um erst in weiterer Folge mögliche Antworten für unsere Zukunft zu finden.

Der konstruktivistische Ansatz dazu lautet Abstraktion und Wirklichkeit! Ja aber wie wirklich ist jetzt nun diese Wirklichkeit, deren Synonym auch Wahrheit heißen könnte? Perzeptuell können wir nur versuchen, diese ephemere Zwischenwelt zu verlassen.

2017 rufen wir das Jahr der Utopie aus! Denn wir begreifen die Utopie nicht als gescheiterten Plan oder Wunschvorstellung, sondern schon jeher als Werkzeug und Methode, um unsere Welt neu zu denken und somit zu verändern!

 

Marleen Leitner & Michael Schitnig 

studio ASYNCHROME IN PARALLEL 2017

 

www.asynchrome.com/questions-on-banja-luka/

 

asynchrome@gmx.at     

www.asynchrome.com    

www.facebook.com/asynchrome

 

 

 

 

Projekt: In Parallel 2017 / In Parallel Sarajevo / Graz

 

studio ASYNCHROME (Marleen Leitner / Michael Schitnig)

2013 gegründet; 2015 Kunstförderpreisträger der Stadt Graz; 2016 Arbeitsstipendiat für Bildende Kunst der Stadt Graz, START-Stipendiat für Architektur und Design BKA – Kunst und Kultur Österreich; Mitglied im “Schaumbad – Freies Atelierhaus Graz”

Marleen Leitner

*1986; 2011-2012 Akademie für angewandte Photographie, Graz; 2007-2014 Studium der Architektur an der TU Graz, Diplom mit Auszeichnung

Michael Schitnig

*1986; 2011-2013 Meisterklasse für Kunst und Gestaltung Abteilung Malerei, Ortweinschule Graz; 2007-2014 Studium der Architektur an der TU Graz, Diplom mit Auszeichnung

 

Der Ansatz von studio ASYNCHROME aus Graz ist transdisziplinär. Das Künstlerduo Marleen Leitner und Michael Schitnig stellt als Ausgangsposition für das Projekt Questions on Banja Luka die Frage nach Identität und Utopie eines gemeinsamen Bosniens. Inwieweit ist die Zukunft dieses Landes geprägt von Nationalismen, die auch in ganz Europa grassierend an Stärke gewinnen? Wie verhält es sich mit den Feiertagen der Entitäten, Föderation BiH und Republika Srpska – sind diese Identität oder Utopie? Welche verstecken Layer gilt es, durch die Zeichnung an die Oberfläche zu holen? Wie erzählen sich die Geschichten des täglichen Lebens? Welche Symbole, Gesten oder versteckte Codes tragen zunehmend zur Spaltung innerhalb einer europäischen Gesellschaft bei? Während ihres Aufenthalts in Banja Luka im November 2016 weckte ein Text über das Referendum des Nationalfeiertags der Republika Srpska, welches erst kurz davor erneut abgehalten worden war, das Interesse des Duos.

Ist Identität an Zahlen und Daten gebunden? Sind diese Feiertage notwendig für ein Gefühl von Zusammengehörigkeit - und welche Tage / Termine könnten wir in einer gemeinsamen utopischen Gesellschaft feiern?

 

Daten auf den Zeichnungen:

Feiertage der Föderation BiH:      

             25.11.1943 → erinnert an die Ausrufung der Volksrepublik Bosnien und Herzegowina in Mrkonjić Grad am 25. November 1943

             01.03.1992 →  erinnert an den Abschluss des Referendums zur Unabhängigkeit am 29. Februar/1. März 1992

Feiertage der Republika Srpska:

             09.01.1992 → erinnert an die Ausrufung der Republika Srpska am 9. Januar 1992

             21.11.1995 → erinnert an den Tag des Dayton-Abkommens

 

 

Ausstellung Graz: von:  23 - 31.05. 2017. Galerie Centrum, Glacisstraße 9, A - 8010 Graz

Ausstellung Sarajevo: von 22 - 30.09. 2017. Galerie ALU, Obala Maka Dizdara 3, 71 000 Sarajevo