Ida & Lalo Srkalovic

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AKTUELLES KUNSTPROJEKT

In Parallel  2018  / Initiative Sarajevo – Graz

 

Das Projekt hat sich zum Ziel gemacht, den kulturellen Austausch zwischen der Steiermark (Graz) und Bosnien-Herzegowina (Sarajevo) zu fördern und den jungen, zum Teil noch studierenden, aber auch bereits arrivierten Kunstschaffenden die Chance zu geben, ihre schöpferischen Arbeiten über die Grenzen hinaus zu präsentieren.

AUSSTELLUNG IM RAHMEN DES PROJEKTES

IN PARALLEL 2018 / INITIATIVE SARAJEVO – GRAZ

Die Ausstellung im Rahmen des Projektes In Parallel 2018 / Initiative Sarajevo - Graz präsentiert Arbeiten von sieben KünstlerInnen aus Bosnien und Herzegowina und der Steiermark aus den Bereichen Medienkunst, Installation, Fotografie, Grafik und deren Schnittstellen.

 
TEILNEHMENDE KÜNSTLERINNEN UND KUNSTLER:

Sandro Drinovac – Sarajevo; Julia Fromm – Graz / Wien; Alexandra Gschiel – Graz; Renata Papišta – Sarajevo; Erwin Stefanie Posarnig – Graz / Wien; Darko Šobot – Sarajevo; Eva Ursprung – Graz

© Sandro Drinovac

AUSSTELLUNG: GRAZ

Vernissage : 28. September, 19:00

Ausstellungsdauer: 29.09.–  06.10.2018

Ausstellungsort: Galerie Centrum

Glacisstraße 9, 8010 Graz, Austria

Artists‘ TalkDonnerstag, 27. Sept.19 Uhr

Atelier ARTis, Sonnenstraße 24, 8010 Graz 

 

AUSSTELLUNG: SARAJEVO

Vernissage:16. Novembar, 19:00

Ausstellungsdauer: 17.– 24.11.2018 

Ausstellungsort: Galerija ALU

Obala Maka Dizdara 3, 71 000 Sarajevo

Artists‘ TalkDonnerstag, 15. Nov.19 Uhr 

Galerie Akademie der Bildenden Künste (ALU) 

Obala  M. Dizdara 3, 71 000 Sarajevo

SANDRO DRINOVAC

*1981 in Mostar, lebt und arbeitet in Sarajevo. Studierte an der Akademie der bildenden Künste Sarajevo Grafikdesign, Diplom 2006. Im selben Jahr Ko-Gründer des Designstudios HOT SHOP, wo er bis zu seinem Ausscheiden 2011 viel Erfahrung in kommerzieller Werbung sowie bei der Konzeption wichtiger kultureller und sozialer Projekte erworben hat. Seit 2007 Assistent an der Akademie der bildenden Künste in der Abteilung Grafikdesign, Fachrichtung Visual Communication; daneben freischaffender Designer.

 

Zu engstirnigen Nationalismen, die sich in immer mehr Ländern ausbreiten, bietet Sandro Drinovac ein Gegenmodell an: Öffnung, Offenheit, Information und Gespräche. Er hat Plakate für die „Offene Universität“ in Sarajevo gestaltet, eine nicht-institutionelle Initiative von Aktivist*innen, die Referent*innen aus den unterschiedlichsten Ländern zu aktuellen politischen, gesellschaftlichen und soziologischen Themen einladen um sich zu informieren und mit ihnen zu diskutieren. In sehr reduzierter und klarer künstlerischer Formensprache konzipierte er diese Werbemittel ebenso wie die ausgestellten CD-Covers, die ihm, abseits vom kommerziellen Werbedesign, ein ganz persönliches Anliegen sind.

JULIA FROMM

*1995 in Graz, lebt und arbeitet in Wien. Studiert seit 2015 an der Universität für angewandte Kunst in Wien, Studienassistentin bei Christoph Kaltenbrunner. Die Familie ihrer  Mutter stammt  aus Ex-Jugoslawien, will ihre kulturellen Wurzeln besser kennenlernen und diesen Teil ihrer Identität künstlerisch erforschen. Arbeitet in den Bereichen Rauminstallation, Grafik und Performance

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Die Künstlerin hat sich in ihrem Exponat mit dem (sich) wandelnden Selbst auseinandergesetzt und dafür ihren eigenen Körper eingesetzt. Sie hat ihren Torso in Latex abgegossen und fragmentiert, so dass die Betrachter*innen je nach Blickwinkel einen anderen Teil ihres Selbst wahrnehmen können. Dabei stellt sich die Frage, ob sich die Identität in jeden einzelnen Teil manifestiert und was eigentlich die Gesamtheit, dieses Selbst, ausmacht. Darüber hinaus geht es ihr um die Analyse ihres Selbst mittels eines künstlerisch-sinnlichen Gestaltungsaktes, den sie mit einer medizinischen Obduktion vergleicht. Gleichzeitig handelt es sich auch um eine Archivierung des Ist-Zustandes, was wiederum die Beziehung zwischen Körper und Material ins Spiel bringt.

ALEXANDRA GSCHIEL

*1974 in Vorau, lebt und arbeitet in Graz. Klassische Fotografie-Ausbildung, arbeitet in den Medien Fotografie, Video, Installation, Skulptur und Textilkunst. Seit 2009 Mitarbeit in der Organisation im Schaumbad - Freies Atelierhaus Graz, seit 2011 Vorstandsmitglied. Seit 2008 Ausstellungen in Österreich, Kroatien und Kuba sowie mehrere Kunstprojekte im Rahmen des Festivals steirischer herbst.

Die gebürtige Oststeirerin ging von der Übersetzung des Stadtnamens „Sarajevo“, aus dem Türkischen sarây bzw. saray ova (=Palast), aus und auch von den historischen Gemeinsamkeiten zwischen Bosnien und Herzegowina sowie Österreich in der Zeit des Habsburgerreiches. Für ihre Installation hat sie die Fresken im Grazer Mausoleum fotografiert, welche Comics ähnlich die Geschichte der Habsburger darstellen, und eine alte Schullandkarte der k. u. k. Monarchie gefunden. Die Fotos wurden auf Monroe-Satin und schillerndem Velours gedruckt, daraus schneiderte sie „mit einem palasttauglichen Schnitt“ ein Bindalli, ein türkisches Kleid, das bei Hochzeiten getragen wird. Mit diesem Prunkgewand war, sie wie im Video zu sehen ist, an unterschiedlichen, prägnanten Orten der Stadt Graz unterwegs, womit sie den Bezug zur Gegenwart herstellt. Mit Szenen aus Sarajevo wird die Arbeit ergänzend abgerundet.

 

RENATA PAPIŠTA

*1981 in Sarajevo, wo sie auch lebt und arbeitet. 2006 Diplom an der Akademie der bildenden Künste Sarajevo (Abteilung Druckgrafik), 2009 Abschluss ihrer Masterstudien in experimenteller Druckgrafik. Unterrichtet seit 2010 an der Akademie der bildenden Künste Sarajevo in der Abteilung Druckgrafik. Mitglied der bosnischen wie auch der kroatischen Vereinigung bildender Künstler*innen. Teilnahme an mehr als 120 Gruppen und 19 Personal-Ausstellungen.

 

Renata Papišta ist Druckgrafikerin, Zeichnerin und Fotografin. In klassischen Drucktechniken hat sie auf Papier und auf Folie die Worte Faith, Fear; Hope, Hide; Love, Lost eingeschrieben und künstlerisch gestaltet. Faith, Hope und Love stehen für das Positive im Leben, sind aber immer in Gefahr in ihr negatives Äquivalent zu kippen. Der Mensch ist gezwungen zwischen ihnen zu balancieren um ausgewogen und in Harmonie leben zu können. Mit ihren - um ihre Bedeutung zu steigern - in Schwarz gehaltenen Drucken, will sie die Rezipient*innen provozieren über das Essenzielle in ihrem eigenem Leben nachzudenken und insbesondere über die von ihr angesprochenen Wörter, die jeden menschlichen Lebensweg begleiten. Sie arbeitet zu ersten Mal mit Buchstaben und erzielt dabei, vor allem mit den Folien, plastische Effekte, die ihre Drucke quasi von der Fläche abheben.

 

ERWIN STEFANIE POSARNIG

*1955 in Klagenfurt, lebt und arbeitet in Graz und Wien. Ab 1993 Studium an der Universität für angewandte Kunst in Wien, 1997 Diplom und Gründung von: KUNST://ABSEITS VOM NETZ (KAVN). Schwerpunkte: Polymediakunst im virtuellen und realen Raum, Performance sowie subversive künstlerische, mediale, soziale und architektonische Interventionen.

 

Der aus Kärnten stammende Aktionskünstler versteht als Grundprinzip des eigenen künstlerischen Schaffens die Erinnerungsarbeit an der Freiheit des Individuums und dem humanistischen menschlichen Tun in der Gesellschaft. Berühmt für seine unvermutet im öffentlichen Raum auftauchenden Sticker mit kritischem Inhalt, hat er auch die Strategien der EU im Hinblick auf unwillkommene Drittstaat-Bürger*innen angeprangert. Seine ursprünglich für eine derartige Aktion konzipierte Arbeit Covered Devil’s Rope zeigt die EU-Fahne als Dornenkrone, mit NATO-Draht umwunden, der an die Stacheldrähte erinnert, mit denen Flüchtlinge von den EU-Grenzen fern gehalten werden sollen. Dahinter verbirgt sich kleinkariertes, eingeengtes Denken: Möglichst nicht über die Grenzen des eigenen Landes oder noch besser, über das eigene Bundesland hinausschauen, worauf auch die steirische Fahne hinweist.

DARKO ŠOBOT

*1973 in Zrenjanin (Serbien), kam im selben Jahr nach Sarajevo, wo er auch lebt und arbeitet. Studium an der Akademie der bildenden Künste Sarajevo; 2001 Diplom, 2007 Master-Abschluss in Bildhauerei. 2002 bis 2015 Assistent in der Abteilung Bildhauerei, seit 2015 Dozent. Arbeitet in den Bereichen Bildhauerei, Installation und Malerei.

 

Für den in Sarajevo lebenden und lehrenden Bildhauer nimmt die Familie eine zentrale Stellung in seinem Leben ein. Seine Installation Memory Recovery bezeichnet er selbst als „Familienalbum“. Alle Portraits dieses Albums sind abstrakt, obwohl konkrete Menschen wie beispielsweise seine Tochter dafür als Vorbilder gedient haben. Durch das Zusammenfügen dieser Familienmitglieder entsteht ein kompakter Kubus, in dem sie einander stützen und beschützen. Die Farbe Schwarz weist schon darauf hin, dass dies insbesondere in Zeiten von Gefahr und Krieg, denen das Land im letzten Jahrhundert dreimal ausgesetzt war, immer von entscheidender Bedeutung gewesen ist. Das Schwarz steht aber auch für die Erinnerung an jene, die dabei umgekommen sind. Mit der Verwendung des Materials Beton möchte der Künstler darauf hinweisen, dass aus diesem Werkstoff sowohl städtische Betonwüsten geschaffen werden können als auch ästhetisch anspruchsvolle Kunstwerke und Lebenswelten.

EVA URSPRUNG

*1959 in Köflach, lebt und arbeitet in Graz. Studium der Psychologie und Sprachwissenschaft, seit 1986 freischaffende Künstlerin. Arbeit mit Musik, Video und konzeptioneller Fotografie; Aktionen, Performances, Kunst im elektronischen, öffentlichen und sozialen Raum. 1982 Gründung der feministischen Kulturzeitschrift EVA & CO, 1991-1993 Präsidentin der International Association of Women in the Arts, 1993 Gründung des Kunstvereins W.A.S. (Womyn´ s Art Support). 2008 Gründungsmitglied und Präsidentin von “Schaumbad – Freies Atelierhaus Graz”.

 

Das Projekt der aus der Weststeiermark stammenden Künstlerin, Die Tauben, basiert auf ihren ganz persönlichen Erinnerungen. Sie hat Videoaufnahmen von einem Kurzbesuch in Sarajevo im Jahr 2003 künstlerisch neu bearbeitet und mit Sound versehen. Dabei hat sie festgestellt, dass die Tauben auf dem Marktplatz rund um den Sebilj sich nachhaltig in ihr Gedächtnis eingebrannt haben. Damals noch gefüttert, flatterten sie in großer Zahl um die Käufer*innen herum, von den Händler*innen nicht nur geduldet, sondern quasi dressiert um Kunststücke zu vollbringen. In einem weiteren Video hat sie ihre Eindrücke von einer Fahrt in Richtung Ilidža dokumentiert, Militärfahrzeuge und Wohnbauten mit Einschüssen als Nachboten des Krieges. Dabei stellt sich die Frage: Sind diese doch eher aufdringlichen und aggressiven Tauben Friedenssymbole für die Zukunft?

Die Initiative Sarajevo–Graz wurde 2014 mit Unterstützung der Steiermärkischen Landesregierung in Kooperation mit der Akademie der Bildenden Künste (ALU) Sarajevo gestartet. 2018 findet dieser kulturelle Austausch nun zum fünften Male statt, fokussiert auf zwei Gruppenausstellungen in Graz und in Sarajevo.

Das Kunstprojekt wurde vom in Graz lebenden Künstler-Ehepaar Ida und Lalo Srkalović initiiert, die beide ihre Diplome an der Akademie in Sarajevo erworben haben. Die gebürtigen Bosnier haben ihr Grazer Atelier ARTis zu einem Ort der künstlerische Begegnung und des kreativen Austausches gemacht.

Das Ziel ist es kulturelle Vergleiche anzustellen und das Wissen über zeitgenössische Positionen von Kunst und Kultur im Gastland zu erweitern sowie die jeweiligen Erfahrungen als GastkünstlerInnen im Rahmen einer öffentlichen Präsentation in Form des Paneldiskussions-Formats Artists’ Talk mit der lokalen Szene zu teilen.

 

Projektleitung: Prof.in Ida Srkalović und Prof. Lalo Srkalović

Kuratorin des Projekts: Dr.in Edith Risse

Mitarbeiter: Doc. mr.Darko Šobot Sarajevo u Emil Srkalović Graz

 

Kontakt: Atelier ARTis, Sonnenstrasse 24, 8010 Graz

Tel: +43 650 3389045  atelier@atelier-artis.at    www.atelier-artis.at

 

 

AUSSTELLUNG IN GRAZ - Galerie CENTRUM - Vernissage am 28. September 2019

 

AUSSTELLUNG IN SARAJEVO - Galerie ALU - Vernissage am 16. November 2019

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