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Das Kunstprojekt

In Parallel  2017 / Initiative Sarajevo – Graz

 

Die Ausstellung im Rahmen des Projektes „In Parallel 2017 / Initiative Sarajevo – Graz präsentiert Arbeiten von jeweils drei KünstlerInnen aus Bosnien und der Steiermark aus den Bereichen Fotografie, Medienkunst, Malerei und deren Schnittstellen.

 

Ausstellung in Graz: Galerie Centrum, vom 23. – 31. Mai 2017 

Ausstellung  in Sarajevo: Galerie ALU, vom 22. – 30. Sept. 2017

 

Teilnehmende KünstlerInnen: studio ASYNCHROME - Graz; Almedina Bajramović - Sarajevo; Alma Gačanin - Sarajevo; Bojan Stojčić - Sarajevo; Christina Helena Romirer - Graz / Wien; Stefanie Weberhofer - Graz / Wien

 

 

studio ASYNCHROME (Marleen Leitner / Michael Schitnig)

2013 gegründet; 2015 Kunstförderpreisträger der Stadt Graz; 2016 Arbeitsstipendiat für Bildende Kunst der Stadt Graz, START-Stipendiat für Architektur und Design BKA – Kunst und Kultur Österreich; Mitglied im “Schaumbad – Freies Atelierhaus Graz”

Marleen Leitner

*1986; 2011-2012 Akademie für angewandte Photographie, Graz; 2007-2014 Studium der Architektur an der TU Graz, Diplom mit Auszeichnung

Michael Schitnig

*1986; 2011-2013 Meisterklasse für Kunst und Gestaltung Abteilung Malerei, Ortweinschule Graz; 2007-2014 Studium der Architektur an der TU Graz, Diplom mit Auszeichnung

studio ASYNCHROME aus Graz arbeitet transdisziplinär. Das Künstlerduo Marleen Leitner und Michael Schitnig stellt als Ausgangsposition für das Projekt Questions on Banja Luka die Frage nach Identität und Utopie eines gemeinsamen Bosniens. Inwieweit ist die Zukunft dieses Landes geprägt von Nationalismen, die auch in ganz Europa grassierend an Stärke gewinnen? Wie verhält es sich mit den Feiertagen der Entitäten, Föderation BiH und Republika Srpska – sind diese Identität oder Utopie? Welche verstecken Layer gilt es, durch die Zeichnung an die Oberfläche zu holen? Wie erzählen sich die Geschichten des täglichen Lebens? Welche Symbole, Gesten oder versteckte Codes tragen zunehmend zur Spaltung innerhalb einer europäischen Gesellschaft bei? Während ihres Aufenthalts in Banja Luka im November 2016 weckte ein Text über das Referendum des Nationalfeiertags der Republika Srpska, welches erst kurz davor erneut abgehalten worden war, das Interesse des Duos.

Ist Identität an Zahlen und Daten gebunden? Sind diese Feiertage notwendig für ein Gefühl von Zusammengehörigkeit - und welche Tage / Termine könnten wir in einer gemeinsamen utopischen Gesellschaft feiern. www.asynchrome.com/questions-on-banja-luka/

 

asynchrome@gmx.at     

www.asynchrome.com    

www.facebook.com/asynchrome

 

 

 

 

 

 

Almedina Bajramović - Sarajevo

wuchs in Zenica auf und hat in Sarajevo Kunstpädagogik studiert. Sie arbeitet in den Bereichen Malerei, Druckgrafik sowie Mixed Medias und interessiert sich insbesonders für die konzeptionellen Potenziale von Kunst sowie für die Kombination unterschiedlicher Medien in Richtung Abstraktion

 

Bei den hier gezeigten Mixed Media-Arbeiten greift sie simultan auf ihre eigenen Erinnerungen aus der Vergangenheit und auf gegenwärtige Eindrücke zurück, vermischt Familienportraits, Fotos, Landschaften, Stadtpläne, beschriebene Zettel und Versatzstücke zu einem farbintensiven Tableau ihrer Gefühle, die sie in Malerei und Grafik ausdrückt. Neben ihren Schwestern und der Mutter hat sie thematisch aus ihrer eigenen Retrospektive auch der Zerstörung Platz eingeräumt, eine Arbeit, bei der die düsteren Farben überwiegen. In der Linolschnitt-Serie Monozygote spielt sie mit dem Begriff Eineiigkeit, mit der Eizelle, die durch ein Spermium befruchtet, sich im frühen Stadium teilt, so dass bei Zwillingen idente Erbanlagen und gleiches Geschlecht die Folge sind – aber auch mit dem Ei als Ursprung des Lebens, als Symbol des Hervorbringens und der Fruchtbarkeit. In diesen Druckgrafiken überwiegen klare Linien, die dennoch Plastizität erzeugen, und Ausgewogenheit in der Farbgebung.

dramaqueen410@live.com

 

 

Alma Gačanin - Sarajevo

arbeitet mit den Medien Video, Installation und Performance. Die 29jährige Künstlerin aus Sarajevo setzt meist ihr eigenes Gesicht und ihren Körper als Ausdruckmittel ein um ihrer Frustration über gesellschaftspolitische und ökonomische Zustände in ihrem eigenen Land künstlerisch zu manifestieren. 

Sie versendet Botschaften, die sich auf Begebenheiten, die sie selbst ganz unmittelbar betreffen, auf ihre Träume und Erwartungen eines Lebens als erfolgreiche Künstlerin beziehen. Am meisten stört sie das ständige, zermürbende Warten, insbesondere auf neue Arbeit und Aufträge. Im Video Coming Soon wartet sie auf einen Auftrag, der nicht und nicht kommen will, im Very Important Video muss sie den Ärger über die Absage nach einer Jobbewerbung loswerden, vertreibt sich die Zeit und genießt das Leben. Schlussendlich verkündet sie an ihrem letzten Arbeitstag „Ich tue das, was ich will“, wie auf dem Plakat zu einer ihrer Performances zu lesen ist. Sie konnte bei der Vernissage in Graz nicht anwesend sein, aber sie war live mit uns verbunden und performe für uns Teile von Animalinside von Laszlo Krasznahorkai und Dialoge aus dem Film Social Game von Srđan Karanović.

alma_gacanin@hotmail.com

 

 

Bojan Stojčić - Sarajevo

der 2013 sein Master-Studium an der Akademie in Sarajevo abgeschlossen hat und mittlerweile bei namhaften internationalen Ausstellungen vertreten ist, greift ein globales gesellschaftliches Phänomen auf: fear has no border. Diese Furcht ganz generell gegenüber allem Fremden, fremden Kulturen und Religionen, führt einerseits zur Separation der jeweiligen Nationen und zu nationalistischen Zusammenschlüssen und andererseits zur Isolation einzelner Individuen. 

Die Plakat-Arbeit entstand an der EU-Grenze und vermittelt die Sichtweise eines Nicht-EU-Bürgers, dem der Zutritt verwehrt wird. Der Künstler möchte diesem Ausgeschlossensein in einem zweiten Schritt mit einer Aktion im öffentlichen Raum entgegenwirken. Er ließ Inserate in Grazer Zeitungen schalten: „Mann (26) sucht jemanden, mit dem er über Kunst reden kann“, um so Kontakt zur steirischen Bevölkerung aufzunehmen. Während der Eröffnung war er mit uns per Livestream Chat verbunden und konnte die BesucherInnen direkt ansprechen. Und weitere ganz persönliche Spuren seiner Anwesenheit hinterlässt er schließlich in einem dritten Schritt mit der Fotografie eines Fensterglas, auf dem sein eigener Atem den Schriftzug Present Tense konstituiert und somit sichtbar gemacht wird.

stojcicboj@gmail.com

www.duplex100m2.com/?portfolio=bojan-stojcic

Christina Helena Romirer - Graz / Wien

ist gebürtige Grazerin, Jahrgang 1982, und studiert an der Universität für angewandte Kunst in Wien Transmediale Kunst bei Brigitte Kowanz. Gegenstände und Materialien, die unserem alltäglichen Handeln, einem bestimmten Ort oder gesellschaftspolitischen Phänomenen zuzuschreiben sind, bilden oft den Ausgangspunkt ihrer Arbeiten. Diese in einen neuen Kontext zu setzen und sie zu transformieren, wie auch die ursprüngliche Nutzung zu hinterfragen, spielt dabei eine wichtige Rolle. Ihre Werke stellen hohe Ansprüche an die Wahrnehmungs- und Assoziationsfähigkeiten der RezipientInnen. 

Diese in einen neuen Kontext zu setzen und sie zu transformieren, wie auch die ursprüngliche Nutzung zu hinterfragen, spielt dabei eine wichtige Rolle. Ihre Werke stellen hohe Ansprüche an die Wahrnehmungs- und Assoziationsfähigkeiten der RezipientInnen.

Ihre Arbeit borderline/safetyzone widersetzt sich der Logik der offensichtlichen Lesbarkeit. Die Schrift liegt einem Raster zu Grunde. Die gegensätzlichen Worte borderline und safetyzone werden innerhalb eines vorgegebenen Rasters miteinander verschnitten und ergeben dadurch ein Bild, das an einen Code erinnert und nur aus bestimmten Perspektiven dechiffriert werden kann. Für die Serie Tags hat sie Labels mit Worten bedruckt, jeweils Schlagwörter aus sozialen Medien und dem Zeitungswesen, aus denen Assoziationen generiert werden können. Bei Skyline hat sie aus Gummibändern und Nägeln ein Bild der Skyline von New York angefertigt. Dieses Bild wird in der Mitte durchgeschnitten, der rechte Teil wird um 180° gedreht und verbindet sich mit der linken Hälfte zu einer Art Landkarte. Unsere Idee ist es nun, dass eine entsprechende Arbeit mit der Skyline von Sarajevo speziell für die dortige Ausstellung im September entstehen soll.

christina.helena@mur.at

 

Stefanie Weberhofer - Graz / Wien

stammt aus Schladming, wurde zunächst in Graz ausgebildet und steht jetzt unmittelbar vor dem Abschluss ihres Masterstudiums in Theater-, Film- und Medientheorie an der Universität Wien. 2016 erhielt sie das Filmauslandsstipendium des Landes Steiermark in Bukarest, 2017 die Artist Residency bei La Lumière in Montreal mittels eines Arbeitstipendiums durch das österreichische Bundeskanzleramt. 

 

Sie arbeitet bevorzugt in den Medien Film, Video und im Bereich des Expanded Cinema.

In der Videoinstallation Aufgelöst – Gelöst – Abgelöst zeigt sie in Betrachtungsnähe drei chemische Prozesse. Durch das Eingreifen in die fundamentale Substanz der Bewegtbildmedien (beim Film der physische Bildstreifen, bei Video der Code) beschleunigt sich der Verfall des Ausgangsmaterials. In einer digitalen Projektion als Triptychon arrangiert, wird ein Vergleich vom analogen zum digitalen Niedergang der ephemeren Medien ermöglicht. Zusätzlich wird die Ruine des originalen 16mm-Films in einem großen Glas mit freiem Auge erfahrbar gemacht.

Road of no Return ist ein Super8-Film, was ihr die Möglichkeit gibt Licht, Schatten und Bewegung zu modulieren und mit der Vergänglichkeit des Filmmaterials zu spielen, das sie wegen seiner Ästhetik (Farbe, Korn und Auflösung) ganz besonders schätzt.

mail@stayfanny.com     

www.stayfanny.com

 

In Parallel 2017 / Initiative Sarajevo-Graz 

Das Projekt hat es sich zum Ziel gemacht, den kulturellen Austausch zwischen der Steiermark und Bosnien zu fördern und den jungen Kunstschaffenden aus beiden Ländern die Möglichkeit einer gemeinsamen Ausstellung in Graz und Sarajevo zu bieten. 

Die „Initiative Sarajevo-Graz“ wurde bereits 2014 mit Unterstützung der Steiermärkischen Landesregierung und in Kooperation mit der Akademie der Bildenden Künste in Sarajevo gestartet. 2017 sind KünstlerInnen eingeladen worden, die in den Bereichen Fotografie, Medienkunst, Malerei und deren Schnittstellen arbeiten.

Initiatoren dieser Kooperation sind Ida und Lalo Skralovic, die beide aus Bosnien stammen und in Graz seit vielen Jahren künstlerisch tätig sind. Das Künstlerehepaar bietet in seinem Grazer "Atelier ARTis" eine temporäre Heimstätte für interkulturelle Begegnung und kreativen Austausch an.

Entscheidend sind Begegnung und Austausch: Die Vielfältigkeit der beiden Kulturen muss „auf Augenhöhe“ in gemeinsamer Aktion erlebbar gemacht werden. Insgesamt wurde darauf geachtet, dass unterschiedliche zeitgenössische künstlerische Zugänge und Techniken repräsentiert sind und mit einander in Beziehung treten.

Die bosnischen KünstlerInnen wurden von der Akademie der Bildenden Künste Sarajevo erstmals in Form einer Ausschreibung ausgewählt, die steirischen TeilnehmerInnen auf der Basis eines Open Calls von einer Fach-Jury.

 

Bei der erfolgreichen Umsetzung wurden sie von Dr. Edith Risse (Kunsthistorikerin und  Kuratorin), Doc. mr. Darko Šobot (Vizerektor der ALU Sarajevo) und Sandro Drinovac (Koordinator für BiH)  unterstützt.

 

 

 

 

Ausstellung Graz:

Vernissage: Dienstag, 23. Mai 2017,19:00 Uhr

Dauer der Ausstellung: 24. bis 31. Mai 2017

Ausstellungsort: Galerie Centrum

Glacisstraße 9, 8010 Graz

 

Ausstellung Sarajevo:

Vernissage: Freitag, 22. Sept. 2017, um 19:00 Uhr

Dauer der Ausstellung: 23. bis 30. Sept. 2017

Ausstellungsort:  Galerie der Akademie der Bildenden Künste (ALU) 
Obala Maka Dizdara 3, 71 000 Sarajevo
 
 

Projektleitung:  Prof.in  Ida Srkalović und  Prof. Lalo Srkalović

Kuratorin des Projekts: Dr.in Edith Risse

 

Mitarbeiter Sarajevo: Doc.mr. Darko Šobot  und Mr. Sandro Drinovac

Mitarbeiter Graz: Emil Srkalović

 

Kontakt: Tel. 0043 650 3389045, atelier@atelier-artis.at

Atelier ARTiS, Sonnenstrasse 24, 8010Graz